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Winter-Skitour nach Vangsjoen – Eine Fahrt voller Herausforderungen und Glücksmomente
Aufbruch ins Winterabenteuer
Eigentlich klang alles ganz harmlos: 35 Kilometer vom Gronolen nach Vangsjoen. Eine vermeintlich kurze, leichte Strecke. Doch der Winter in Norwegen hatte andere Pläne.
Schon in Gronolen begann die erste große Herausforderung: vereiste Parkflächen machten es nahezu unmöglich, aus dem Stand auf die Keile zu fahren um die Schneeketten aufzuziehen. Erst im dritten Anlauf gelang es mir, die Ketten aufzuziehen – ein Kraftakt, der mir bereits hier alles abverlangte.
Eisige Hürden in Moane
Nach den ersten Kilometern erreichte ich Moane, etwa 17 Kilometer vor dem Ziel. Doch auch hier wartete die nächste Prüfung: Der Ketten-Anlegeplatz musste erst einmal gefunden werden. Nach Rücksprache mit meinem Chef entdeckte ich ihn schließlich – allerdings war er so stark vereist, dass ich für zwei Ketten 45 Minuten benötigte.
Ich kam an meine absoluten Grenzen. Die Ketten konnte ich nur nacheinander montieren um ausreichend Grip zu behalten. Jeder Handgriff erforderte volle Konzentration – bei eisigen Temperaturen und schwierigen Bedingungen.
Gleich an der ersten Abzweigung verfuhr ich mich – konnte aber durch vorsichtiges Zurücksetzen wieder auf die richtige Spur gelangen. Die restliche Strecke hatte es in sich: eng, viele Steigungen, im unteren Bereich spiegelglatt und weiter oben viel Neuschnee.
Nach dreieinhalb Stunden erreichte ich schließlich Vangsjoen.
Ankommen und Durchatmen
Die ersten Gäste winkten bereits. Empfangen wurde ich vom Reiseleiter Alfred und dem Skibegleiter Roland – und es gab erst einmal eine heiße Tasse Kaffee und norwegische Waffeln. Nach dem Zimmerbezug nahm ich mir Zeit, die Umgebung zu erkunden. In Vangsjoen war ich zuvor noch nie gewesen, also genoss ich bewusst die neue Landschaft.
Am nächsten Morgen stand optional eine Sonnenaufgangswanderung auf den Berg "Rabalsmellen" an. Ich entschied mich jedoch für eine entspanntere Variante und beobachtete das Naturschauspiel von unten. Nach dem Frühstück folgte ein knapp zweistündiger Spaziergang rund um die Unterkunft – stille Winterlandschaft, unberührter Schnee und beeindruckende Fotomotive.




Am Nachmittag begann die Vorbereitung für die Heimreise. Besonders spannend: Es sollte meine erste Fahrt mit Anhänger am Bus – absolutes Neuland für mich werden. Doch das Ankuppeln klappte bereits reibungslos.
Der Rückweg – Panorama pur
Der Abfahrtstag begann bei minus 20 Grad. Doch was für ein Morgen! Morgenrot färbte die Gebirgskette in leuchtende Rot- und Rosatöne – ein atemberaubendes Panorama, das für alle Strapazen entschädigte.
Die Rückfahrt verlief problemlos, auch mit Anhänger. Über Fagernes und NES ging es zurück Richtung Oslo, wo wir kurz nach 12 Uhr an der "Fantasy" ankamen. Dann organisierte ich noch die Tickets und das Boarding verlief reibungslos. Ich zog mich dann auf meine Innenkabine zurück und konnte die Reise Revue passieren lassen. Im Shop gönnte ich mir dann noch eine Norwegen-Mütze.
Am nächsten Tag verabschiedete ich meine ersten Gäste in Kiel. In Hamburg dann den größten Teil der Gruppe. Mit nur 3 Gästen ging es wegen massiven Verkehrsbehinderungen am Elbtunnel, quer durch die Hamburger City. Quasi eine kleine Stadtrundfahrt rund um die Alster. Um halbfünf bin ich dann zufrieden im Betriebshof angekommen.
Wir sind dann mal weg, bis bald!